Der VZI freut sich, im Jahr 2025 insgesamt neun neue Mitgliedsbüros in seinem Netzwerk begrüßen zu dürfen. Mit Forum Architekten+Ingenieure, Dietrich Untertrifaller Architekten ZT, Pilz & Partner Ziviltechniker, Ingenieurbüro Lang, Bau- & Energietechnik ZT sowie RM Umweltkonsulenten ZT wächst der Verband um sechs ordentliche Mitglieder, die mit ihrer fachlichen Expertise, ihrer Haltung und ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Branche leisten.
Erstmals hat der VZI im Jahr 2025 im Rahmen einer bewussten verbandspolitischen Entscheidung zudem die Möglichkeit geschaffen, Planungsbüros ausführender Unternehmen als außerordentliche Mitglieder aufzunehmen. Dieser Einladung sind bereits pde Integrale Planung, RIEDERBAU und Sedlak Bauunternehmen gefolgt. Mit dieser Öffnung stärkt der VZI den Dialog entlang der gesamten Wertschöpfungskette und schafft neue Perspektiven für Austausch und Zusammenarbeit.
Im Rahmen dieses Artikels stellen wir alle neuen Mitglieder vor. Wir haben nachgefragt, welche Themen und Herausforderungen aus Sicht unserer ordentlichen Mitglieder aktuell besonders drängend sind und wo sie Handlungsbedarf für den VZI sehen. Die außerordentlichen Mitglieder wiederum geben Einblick in ihre Perspektive auf die Zusammenarbeit und erzählen, was uns verbindet und wo sie gemeinsame Interessen mit dem VZI sehen.
Unsere Mitglieder geben der Branche eine Stimme. Sie übernehmen Verantwortung für die Zukunft des Bau- und Immobiliensektors und bringen ihre Kompetenz, ihre Erfahrung und ihre Überzeugungen aktiv in die Verbandsarbeit des VZI ein.
Was sind aus Ihrer Sicht die drei drängendsten Herausforderungen, derer sich der VZI annehmen sollte?
[forum] architekten+ingenieure
Arch. Dipl.-Ing. Georg Kumposcht
„Wir haben als Branche die Chance, Zukunft zu gestalten. Drei Themen sind für mich zentral:
- Junge Talente begeistern und fördern – damit Architektur und Ingenieurwesen attraktiv bleiben.
- Innovation und Nachhaltigkeit radikal vorantreiben – neue Technologien, Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz gehören ins Zentrum unserer Arbeit.
- Zusammenarbeit neu denken – echte Interdisziplinarität zwischen Büros, Auftraggebenden und Nutzenden schafft Qualität, Vertrauen und Erfolg.
Unser Name [ˈfoːrʊm] Architekten+Ingenieure steht genau für diesen Anspruch: Die Lautschrift symbolisiert unsere gemeinsame Sprache, „Forum“ unsere Plattform für den fachlichen Dialog – und beides spiegelt den Geist wider, in dem wir Zusammenarbeit neu denken.“
Dietrich Untertrifaller Architekten ZT
DI (FH) DI Architekt Dominik Philipp
„Wir reden viel über Veränderung, doch oft ist unsere größte Bremse die eigene Erfahrung: fachlich unverzichtbar, aber auch Quelle von Vorsicht und Zurückhaltung. Damit wir mutig bleiben, müssen wir Projekte immer wieder wie beim ersten Mal denken – neugierig, unvoreingenommen, kompetent.
Unternehmerische Ebene: Routinen und alte Denkmuster hinterfragen, Risiken bewusst eingehen, Geschwindigkeit zulassen und Neues wagen.
Gesellschaftliche Ebene: Architektur und Ingenieurwesen sind gesellschaftliche Aufgaben. Wir müssen Sinn, Vertrauen und Haltung in den Mittelpunkt stellen.
Fachliche Ebene: Komplexität verlangt nach echter Interdisziplinarität. Auftraggebende, Nutzende und Fachplanende müssen als Team zusammenarbeiten, neugierig bleiben und Qualität durch Einfachheit schaffen.“
Pilz & Partner Ziviltechniker
Dr. Gregory Pilz
„Der VZI wie auch die Gesellschaft stehen vor drei zentralen Herausforderungen, die über unsere Zukunftsfähigkeit entscheiden:
Personalmangel: Der akute Mangel an Fachkräften schränkt die Leistungsfähigkeit unserer Büros massiv ein.
Wandel der Arbeitskultur: Junge Generationen haben ein neues Verständnis von Arbeit, Leistung und Erfolg. Es braucht offene Dialoge und neue Modelle für Motivation und Wertschätzung.
Gesellschaftliche Dynamik: Veränderungen müssen in Planungs- und Arbeitsprozesse integriert werden, ohne Qualität und Verantwortung zu gefährden.“
Ingenieurbüro Lang
DI Paul Lang, BSc.
„Unsere Branche steht vor wichtigen Aufgaben. Drei Themen sind für die Zukunft entscheidend:
Attraktivität für junge Talente: Der Beruf muss wieder spannender und greifbarer werden – mit klaren Wegen in die Praxis, guten Ausbildungsbedingungen und Bewusstsein für den gesellschaftlichen Beitrag der Ingenieure.
Digitalisierung: BIM-Planung sollte selbstverständlich zum Alltag gehören. Sie vereinfacht Abläufe, reduziert Fehler und verbessert die Zusammenarbeit.
Wertschätzung: Ingenieurleistungen müssen stärker anerkannt werden. Hinter ihnen steckt Fachwissen, Verantwortung und Kreativität – und genau das macht unseren Beruf attraktiv und qualitätssichernd.“
RM Umweltkonsulenten ZT
Hon.Prof. (FH) Dipl.-Ing. Dr. mont., MSc. (OU) Arne M. Ragossnig
„Aus meiner Sicht zeigen sich drei zentrale Herausforderungen:
Image von Ingenieurleistungen stärken: Im Kontext gesellschaftlicher Transformationen braucht es mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung – auch zur Sicherung des Nachwuchses.
Rolle der Ingenieur:innen in Gesetzgebungsprozessen: Technische Fragestellungen müssen von entsprechend befugten Berufsgruppen bearbeitet werden.
Abgrenzung zu fachfremden Marktteilnehmern: Insbesondere bei der Umsetzung europäischer Regelwerke ist auf Berufsbefugnisse zu achten.“
Bau- & Energietechnik ZT
DI Jürgen Ungerböck, BSc
„Die Kunst des Könnens liegt im Wollen. Aus Branchensicht sind drei Punkte besonders drängend:
-
Stellenwert der Planung stärken: Vergabeverfahren müssen echte Bestbieter durch transparente Kriterien ermöglichen.
-
Integrierte Planungskultur: Architektur, TGA und Nachhaltigkeit müssen von Beginn an interaktiv zusammenwirken.
-
Trennung von Planung und Ausführung: Sie ist zentral für Transparenz und nachvollziehbare Überprüfungen.“
Sie sind als Planungsbüro eines ausführenden Unternehmens beim VZI dabei. Was sind die gemeinsamen Interessen, die Sie gestärkt wissen wollen? Was verbindet uns?
pde Integrale Planung
Clemens Neubauer
„Alle an einem Projekt Beteiligten – egal ob Planer, Ausführende oder auch unabhängige Plattformen – müssen an einem Strang ziehen, um gemeinsam einheitliche, praxisgerechte Standards für Bauprojekte zu entwickeln.
Das ist das Ziel, dem sich die pde Integrale Planung verschrieben hat. Nur so kann technischer Fortschritt gelebt und der volle Mehrwert digitaler Methoden – die ein integraler Planungsansatz erfordert – ausgeschöpft werden.
RIEDERBAU
Anton Rieder, Geschäftsführer

„‚Die Zukunft baut mit‘ – unter diesem Leitgedanken engagiert sich RIEDERBAU als aktives Mitglied im Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe. Unsere Branche steht vor großen Herausforderungen: sinkende Produktivität, hohe Fehlerkosten, überbordende Bürokratie und überzogene Baustandards.
Gemeinsam mit den Mitgliedsbetrieben des VZI setzen wir uns für innovative Ansätze wie Vorfertigung, modellbasierte Arbeitsweisen sowie eine phasen- und gewerkeübergreifende Prozessoptimierung ein, um moderne und zukunftsfähige Formen der Zusammenarbeit zu stärken.“
Sedlak Bauunternehmen
Architekt DI Alexander Janowsky
„Ich sehe keinen Sinn in der strikten Trennung zwischen Planung und Ausführung, zumal wir mit unseren Auftraggebern an einem gemeinsamen Projektziel arbeiten, das der eine ohne den anderen nicht erreichen kann – gemeinsam aber ein Mehrwert entsteht.
Die zunehmende Technologisierung in der Bauwirtschaft, etwa im Systembau oder Holzbau, erfordert ein engeres Zusammenrücken der Disziplinen. Gleiches gilt für wirtschaftliche Anforderungen wie IPA und ECI. In diesem Sinne freue ich mich auf den weiterführenden Diskurs im Rahmen des VZI.“
Mit diesen neuen Mitgliedern setzt der VZI ein starkes Zeichen für die Zukunft: mehr Perspektiven, mehr Austausch, mehr Kompetenz. Wir heißen unsere neuen Partner herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit! Hier finden Sie einen Überblick über unsere Mitgliedsunternehmen.




„Der VZI wie auch die Gesellschaft stehen vor drei zentralen Herausforderungen, die über unsere Zukunftsfähigkeit entscheiden:
„Unsere Branche steht vor wichtigen Aufgaben. Drei Themen sind für die Zukunft entscheidend:
„Aus meiner Sicht zeigen sich drei zentrale Herausforderungen: