Wien, 28. April 2026

Kammerwahl 2026: Worum es jetzt für Ziviltechniker:innen wirklich geht

Bei der Kammerwahl 2026 treten zwei VZI-Listen an und adressieren zentrale Herausforderungen – von fairen Vergaben über die Rolle im Planungsprozess bis zu zukunftsfähigen Kammerstrukturen.

Bei der Kammerwahl 2026 sind führende Vertreter:innen des Verbands der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe (VZI) mit jeweils einer Liste in der Sektion Architektur /Fokus Architektur und in der Sektion Ingenieurkonsulent:innen/Die neuen Ingenieur:innenvertreten. Beide Listen adressieren zentrale Herausforderungen des Berufsstands: von fairen Vergaben über die Rolle im Planungsprozess bis hin zu zukunftsfähigen Strukturen der Kammer.

 

Fokus Architektur

 

Die Liste Fokus Architektur legt ihren Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der Kammer als aktiven Arbeits- und Serviceort. Vorgeschlagen werden unter anderem verbindlichere Rückmeldeprozesse sowie neue Formate für Austausch, die das Kammergebäude zu einem zentralen Ort der Kommunikation unter KollegInnen machen sollen. Gleichzeitig wird die digitale Souveränität mit Initiativen gegen Lock-in-Effekte, der Förderung von Open-Source-Lösungen und praxistauglichen Standards insbesondere für kleinere und mittlere Büros betont. Ergänzend soll der Wissenstransfer gestärkt werden, etwa durch juristische Unterstützung bei Ausschreibungen und bessere Zugänglichkeit von Kammerwissen über eine zentrale ZT-App

 

Für VZI-Präsident Thomas Hoppe sind die Vermittlung von Wissen und die Möglichkeit, voneinander zu lernen, der zentrale Hebel für die Zukunftsfähigkeit des Berufsstands: „Die Kammerwahl ist eine wichtige Weichenstellung. Es geht um Rahmenbedingungen, die bestehende Qualität sichern, gleichzeitig Innovation ermöglichen und wirtschaftliches Arbeiten gewährleisten sollen.“ Sein Appell richtet sich klar an die Mitglieder, ihre Stimme zu nutzen, um neue Impulse in die Weiterentwicklung des Berufsbildes zu setzen. „Unsere Aufgaben ändern sich fast täglich, daher muss auch die Kammer immer wieder einen neuen Fokus setzen,“ betont Hoppe.

 

„Die neuen Ingenieur:innen“

 

Die Liste „Die neuen Ingenieur:innen“ stellt insbesondere die wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen faire Honorare und eine konsequent qualitätsorientierte Vergabe mit klaren Unterpreiskriterien sowie die Stärkung des Bestbieterprinzips. Ebenso wird die frühe Einbindung von Ingenieurkonsulent:innen in integrale Planungsprozesse gefordert – verbunden mit einer Verantwortung auf Augenhöhe. Darüber hinaus plädiert die Liste für eine gebündelte, effiziente Kammer-Struktur.

 

VZI-Vizepräsident Wolfgang Kradischnig, der in dieser Liste kandidiert, betont die Tragweite dieser Themen: „Ingenieurkonsulent:innen sichern in verschiedensten Bereichen unseren Lebensstandard. Diese Verantwortung braucht faire Vergaben, angemessene Honorare und eine Kammer, die geeignete, zukunftsorientierte Rahmenbedingungen schafft.“ Gerade deshalb sei es entscheidend, so Kradischnig, „zur Wahl zu gehen und diese Zukunft aktiv mitzugestalten.“

 

Die Kammerwahl findet am Donnerstag, 21. Mai 2026, von 9:00 bis 15:00 Uhr statt. Der VZI ruft alle Mitglieder dazu auf, ihr Wahlrecht wahrzunehmen und damit ein klares Signal für die Weiterentwicklung des Berufsstands zu setzen.

 

Weitere Informationen zu den Listen: