
Statt nur auf Klimaanlagen zu setzen, braucht es ganzheitlichen Hitzeschutz – von Sonnenschutz und Dämmung bis zu Begrünung und Entsiegelung.
Der VZI unterstützt das von der IG Lebenszyklus Bau initiierte 6-Punkte-Programm für klimafitte Gebäude. Gemeinsam mit zahlreichen Verbänden und Organisationen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft fordert der VZI eine langfristige Sanierungs- und Anpassungsstrategie für den österreichischen Gebäudebestand.
Die von der Bundesregierung angekündigten Erleichterungen für Klimaanlagen können Teil der Lösung sein. Vorrang müssen jedoch Maßnahmen haben, die Überhitzung möglichst von vornherein vermeiden, den Energiebedarf senken und Gebäude dauerhaft klimafit machen. Dazu gehören insbesondere Sonnenschutz, eine leistungsfähige Gebäudehülle, Begrünung, Entsiegelung sowie energie- und ressourceneffiziente Kühlmethoden.
Das gemeinsame Programm fordert:
- Verfahren für Sanierungen vereinfachen und beschleunigen
- Steuerliche Anreize und Förderungen für klimawirksame Investitionen schaffen
- Gebäudequalität im Mietrecht angemessen berücksichtigen
- Entsiegelung als wirksame Maßnahme gegen Hitzeinseln verankern
- Planung und Umsetzung praxistauglich organisieren
- Sanierung und Entsiegelung als Wirtschafts- und Gesundheitsprogramm nutzen
„Der Sanierungsgipfel hat wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, dass sich alle am Planung- und Bauprozess Beteiligten gerne mit diesem Thema eingehender beschäftigen würden“, so Thomas Hoppe, Präsident des VZI. „Aus unterschiedlichen, zum Teil auch selbstverschuldeten, Gründen sind alle gebremst. Oftmals wurde die Bauindustrie mit der Automobilindustrie verglichen und jetzt tue ich es hier auch: Wir brauchen keine Zu-, Ab- und Vielleicht-Aussagen wie bei der E-Mobilität! Wir brauchen eine klare Willenserklärungen der Politik, dann wird die Branche auch ohne Förderungen eine Lösung finden. Der Staat muss uns durch stabile und belastbare Zukunftsszenarien die Möglichkeit geben, unsere Fähigkeiten zum Wohle aller einzusetzen!“
Unterstützt wird das Programm vom Bundesverband Sonnenschutztechnik Österreich, von Digital Findet Stadt, dem Energieinstitut Vorarlberg, dem FBI – Forschungsverband der österreichischen Baustoffindustrie, der Facility Management Austria, der IFMA Austria, dem GenerationenDialog, der Gewerkschaft Bau-Holz, GRÜNSTATTGRAU, der IG Lebenszyklus Bau, der ÖGNI, dem VZI, dem Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder sowie der Plattform Fenster Österreich.


