Wien, 9. Januar 2026

Brücken bauen statt Inseln hüten: VZI erweitert Mitgliederkreis

Mit einer bewussten verbandspolitischen Entscheidung erweiterte der VZI 2025 seinen Mitgliederkreis. Erstmals können seit Mitte des vergangenen Jahres Planungsbüros ausführender Unternehmen dem Verband als außerordentliche Mitglieder beitreten. Der VZI setzt damit ein klares Signal für verstärkte Zusammenarbeit, qualitativen Austausch zwischen den Planungsbüros sowie für die gemeinsame Entwicklung zukünftiger Qualitätsstandards.

 

 

Im Rahmen von zwei intensiven Workshops mit Planungsbüros ausführender Unternehmen war das klare Ergebnis: Auch wenn die Strukturen teils unterschiedlicher nicht sein können, sind doch viele Herausforderungen und auch Interessen deckungsgleich. Im Mittelpunkt standen dabei wichtige Themen wie die Optimierung des Wissensmanagements, das Heben von „human potential“, das optimale Zusammenspiel von Planung und Ausführung sowie die Bestellqualität und deren Bedeutung über den Prozess der Ausführung hinweg. Mit der Entscheidung, die Mitgliedschaft allen Planungsbüros zu ermöglichen, sollen Parallelstrukturen, unnötige Mehrfachaufwände und strukturelle Ineffizienzen zwischen Planung und Ausführung reduziert und stattdessen Wissen und Erfahrung gezielt gebündelt werden.

Vizepräsident Wolfgang Kradischnig, DELTA, über die Öffnung des VZI.

 

„Die besten Lösungen werden wir entwickeln, wenn wir nicht nur auf unseren eigenen Inseln sitzen und versuchen dort neue Wege zu finden. Qualitätsvolle Planung lebt davon, dass wir Brücken bauen, gemeinsam denken und an einem Strang ziehen“, betont Wolfgang Kradischnig, Vizepräsident des VZI. In der bewussten Öffnung des Verbandes liege daher großes Potenzial, Verantwortung gemeinsam zu tragen und die Qualität der Planung nachhaltig zu stärken.

 

Diesem Anspruch folgend, haben sich bereits mehrere Unternehmen dem VZI als außerordentliche Mitglieder angeschlossen. pde Integrale Planung bringt umfassende Erfahrung in der interdisziplinären Planung komplexer Projekte ein. RIEDERBAU ergänzt den Verband mit praxisnaher Planungskompetenz aus der Ausführung, während Sedlak Bauunternehmen für die enge Verzahnung von Planung und Umsetzung steht. Gemeinsam erweitern sie den fachlichen Diskurs und schaffen die Grundlage für eine sinnvolle, gemeinsame Weiterentwicklung von Standards – getragen von einem Netzwerk, das Planung als verbindendes Element entlang der gesamten Wertschöpfungskette versteht.

 

 

Wir haben nachgefragt: 

Sie sind als Planungsbüro eines ausführenden Unternehmens beim VZI dabei. Was sind die gemeinsamen Interessen, die Sie gestärkt wissen wollen? Was verbindet uns?

 

 

pde Integrale Planung

Clemens Neubauer

 

„Alle an einem Projekt Beteiligten – egal ob Planer, Ausführende oder auch unabhängige Plattformen – müssen an einem Strang ziehen, um gemeinsam einheitliche, praxisgerechte Standards für Bauprojekte zu entwickeln.

 

 

Das ist das Ziel, dem sich die pde Integrale Planung verschrieben hat. Nur so kann technischer Fortschritt gelebt und der volle Mehrwert digitaler Methoden – die ein integraler Planungsansatz erfordert – ausgeschöpft werden.

 

 

 


 

RIEDERBAU

Anton Rieder, Geschäftsführer

 

‚Die Zukunft baut mit‘ – unter diesem Leitgedanken engagiert sich RIEDERBAU als aktives Mitglied im Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe. Unsere Branche steht vor großen Herausforderungen: sinkende Produktivität, hohe Fehlerkosten, überbordende Bürokratie und überzogene Baustandards.

 

Gemeinsam mit den Mitgliedsbetrieben des VZI setzen wir uns für innovative Ansätze wie Vorfertigung, modellbasierte Arbeitsweisen sowie eine phasen- und gewerkeübergreifende Prozessoptimierung ein, um moderne und zukunftsfähige Formen der Zusammenarbeit zu stärken.“

 

 


Sedlak Bauunternehmen

Architekt DI Alexander Janowsky

 

„Ich sehe keinen Sinn in der strikten Trennung zwischen Planung und Ausführung, zumal wir mit unseren Auftraggebern an einem gemeinsamen Projektziel arbeiten, das der eine ohne den anderen nicht erreichen kann – gemeinsam aber ein Mehrwert entsteht.

 

Die zunehmende Technologisierung in der Bauwirtschaft, etwa im Systembau oder Holzbau, erfordert ein engeres Zusammenrücken der Disziplinen. Gleiches gilt für wirtschaftliche Anforderungen wie IPA und ECI. In diesem Sinne freue ich mich auf den weiterführenden Diskurs im Rahmen des VZI.“

 

 

 


 

2025 begrüsst der VZI insgesamt neun neue Mitgliedsunternehmen. Hier finden Sie einen Bericht zu allen neuen Mitgliedern 2025.

 

Wir heißen unsere neuen Partner:innen herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!